Standing Strong. Moving Forward Together: 20 Organisationen mit dem Swiss LGBTI-Label ausgezeichnet
27. Juli 2026
In Zeiten, in denen Vielfalt am Arbeitsplatz international zunehmend unter Druck steht, setzen führende Schweizer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ein sichtbares Zeichen: An der 8. Vergabe des Swiss LGBTI-Labels in Bern wurden 20 Unternehmen und Organisationen für ihr Engagement zugunsten der LGBTIQ-Inklusion neu zertifiziert oder rezertifiziert. Unter dem Motto «Standing Strong. Moving Forward Together» würdigte der Verein Swiss LGBTI-Label jene Organisationen, die Haltung zeigen – und gemeinsam weitergehen.

Rund hundert Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen am 22. Juli bei der Schweizerischen Post in Bern zusammen, um einen doppelten Erfolg zu feiern: die kontinuierliche Weiterentwicklung langjähriger Label-Trägerinnen ebenso wie den Eintritt neuer Organisationen in eine wachsende Gemeinschaft. Das Swiss LGBTI-Label ist die einzige Zertifizierung in der Schweiz, die das Engagement von Arbeitgebenden für LGBTIQ-Inklusion anhand eines strukturierten, extern geprüften Verfahrens auszeichnet.
«Standing Strong. Moving Forward Together» ist mehr als ein Motto. Es beschreibt die Realität dieses Jahres: Während anderswo Diversity-Programme zurückgefahren werden, lassen sich Schweizer Organisationen freiwillig prüfen und bekennen sich öffentlich zu einem inklusiven Arbeitsumfeld. Inklusion ist kein Schönwetterprogramm – sie zahlt sich gerade dann aus, wenn es darauf ankommt.
Durch den Abend führte Moderator Olivier Borer. Nach der Begrüssung durch Carole Rentsch, Leiterin Personal der Schweizerischen Post, gab Theres Bachofen, Präsidentin des Vereins Swiss LGBTI-Label, Einblick in die aktuellen Entwicklungen. Es folgten Ansprachen von Schindler Aufzüge und JTI.
Neu zertifiziert: fünf Organisationen erhalten erstmals das Swiss LGBTI-Label
Vier Unternehmensgruppen – bzw. fünf Organisationen – durchliefen das Zertifizierungsverfahren zum ersten Mal erfolgreich:
- SIX Group
- Beiersdorf
- Landquart Fashion Outlet
- sanofi-aventis (schweiz) und Sanofi International
Heike Huber, Country Manager Switzerland, Beiersdorf, sagte:
«Das Swiss LGBTI-Label ist eine schöne Anerkennung unseres Engagements für eine inklusive Unternehmenskultur. Ein Schlusspunkt ist es aber nicht. Gerade in der gegenwärtigen Zeit ist das Label ein wichtiges Zeichen für Vielfalt und Inklusion. Bei Beiersdorf wollen wir ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem alle Mitarbeitenden Zugehörigkeit erleben und ihr Potenzial voll entfalten können. Diesem Ziel kommen wir nur mit einem ehrlichen Blick näher. Wo sind wir gut und wo müssen wir nacharbeiten? Die Auszeichnung bestärkt uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen.»
Markus Isenmann, Geschäftsführer und Sponsor AllEBRG in der Schweiz und Österreich der Sanofi, sagte:
«Die Auszeichnung mit dem Swiss LGBTI-Label ist für Sanofi eine bedeutsame Anerkennung unseres Engagements für Inklusion und Vielfalt. Sie bestätigt unseren Anspruch, Arbeitsplätze zu schaffen, in denen jede Person sie selbst sein kann. Zudem haben wir bei Sanofi verstanden, dass Diversität Innovation treibt, das Vertrauen unserer Mitarbeitenden stärkt und Lösungen ermöglicht, die den Bedürfnissen aller gerecht werden. Durch unsere Employee Business Resource Groups, wie der PRIDE+, setzen wir diesen Anspruch täglich um – mit Empathie, Respekt und konkreten Maßnahmen.»
Mit ihrer Erstzertifizierung verpflichten sich diese Organisationen, LGBTIQ-Inklusion strukturiert und überprüfbar in ihrer Personal- und Unternehmenspolitik zu verankern.

Rezertifiziert: 15 Organisationen bestätigen ihr Engagement
15 Label-Trägerinnen und -Träger durchliefen die Rezertifizierung und bestätigten damit, dass sie ihr Engagement über die Jahre nicht nur gehalten, sondern weiterentwickelt haben:
art floral · Accenture · Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft · JTI (Japan Tobacco International) · Swiss International Air Lines · PricewaterhouseCoopers · Boston Consulting Group · Schindler Aufzüge · Sunrise · Stadt Zürich · HDI Global SE, Schweiz · EY · Horváth & Partner · OE Group · Schweizerische Post
«Die Post ist mit rund 44 000 Mitarbeitenden so vielfältig wie die Schweiz. Mir liegt besonders am Herzen, dass sich alle Menschen bei uns respektiert, akzeptiert und zugehörig fühlen. Niemand soll das Gefühl haben, sich verstellen zu müssen, um dazuzugehören. Die erneute Auszeichnung mit dem Swiss LGBTI-Label freut mich deshalb sehr. Sie bestätigt unseren Weg und zeigt gleichzeitig, wo wir noch besser werden können. Eine inklusive Arbeitskultur stärkt Teams, fördert Innovation und macht die Post zu einer attraktiven Arbeitgeberin.» sagte Carole Rentsch, Leiterin Personal der Schweizerischen Post.
Die rezertifizierten Organisationen reichen von kleinen Betrieben bis zu sehr grossen Arbeitgeberinnen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft. Sie zeigen: Engagement für Inklusion ist keine Frage der Grösse, sondern der Haltung.
Wirtschaft und öffentliche Hand ziehen an einem Strang
Das diesjährige Teilnehmerfeld unterstreicht die Breite der Bewegung. Global tätige Konzerne, Beratungshäuser, Industrieunternehmen, ein Detailhandelsstandort, Versicherer, die Luftfahrt sowie mit der Stadt Zürich und der Schweizerischen Post zwei bedeutende öffentliche Arbeitgeberinnen stehen gemeinsam für dasselbe Ziel: einen Arbeitsplatz, an dem alle Menschen – unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und geschlechtlichem Ausdruck – sicher, respektiert und gleichgestellt sind.
Theres Bachofen, Präsidentin Verein Swiss LGBTI-Label, sagte dazu:
«Dass sich in diesem Jahr 20 Organisationen prüfen lassen, ist ein starkes Signal. Gerade wenn Vielfalt anderswo infrage gestellt wird, entscheiden sich diese Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bewusst dafür, Haltung zu zeigen und weiterzugehen.»
Der Verein dankt der Schweizerischen Post AG, Schindler Aufzügen und JTI für die grosszügige Unterstützung des Anlasses.
Alejandro Betancor, Geschäftsleiter Verein Swiss LGBTI-Label, kommentierte zum Schluss:
«Das Label ist kein Etikett, sondern ein Versprechen. Wer es trägt, verpflichtet sich, Inklusion messbar und überprüfbar zu leben – Jahr für Jahr.»
